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Presseinformationen

Gisela Niclas

Erlangen, den 28.6.2017

 

Stichworte zu Pressegespräch und Infoveranstaltung NF und ASB am 28.6.2017

 

Ablauf:

 

Begrüßung durch Pressesprecher ASB/Wohlrab

Anschließend Stellungnahme durch Niclas und Goldenstein

 

 

Positionen/Statement der NaturFreunde:

 

Die NaturFreunde unterstützen das geplante soziokulturelle Projekt „Kulturbiergarten“ der Stadt Erlangen an der Wöhrmühle. Für die NF steht dabei die Freizeit- und Kulturnutzung des Geländes im Vordergrund.

 

Stichworte hierzu: Freizeit im Grünen, Spiel und Sport, Umweltpädagogik: Aktivitäten von Schulen, Kinderbetreuungseinrichtungen, (Jugend)Gruppen, Vereine, kleine und große Feste und Veranstaltungen mit Rücksicht auf Landschaftsschutz und Anwohner; vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen mit Gaststätte und Campingplatz sehen die NF mit Zurückhaltung die Zielsetzung, mit dem Umsatz aus 500 Plätzen Biergarten alle Nutzungsanforderungen und die notwendige sanitäre Infrastruktur kostenneutral für die Stadt zu finanzieren, Risiko: Open Air-Betrieb ist wetterabhängig, konstante Einnahmen nicht gesichert.

 

Die angedachte Kooperation NF/ASB trägt diesen Anforderungen voll und ganz Rechnung. Es wird mit ehrenamtlichem Einsatz und gemeinwesenorientiert gearbeitet, die Gewinnerwartung steht nicht im Vordergrund. Bei Bewirtschaftung durch einen privaten Betreiber muss ein erheblicher Überschuss erzielt werden. (vgl. EN 9.11.2016).

 

Das Konzept der Freizeit- und Kulturnutzung des ehemaligen Campingplatzes ist im Rahmen des ASB-Vorschlags genauso möglich wie mit der von der Stadt angedachten Kiosk-Lösung.

 

Die Kooperationslösung erweitert die von der Stadt ER im Rahmen des Konzepts „Kulturbiergarten“ beschriebene Nutzungsoptionen durch die Möglichkeit eines Ganzjahresbetriebs; Verweis auf Funktion „Vereinsheim des ASB“/Goldenstein

 

Für beide Nutzungsvarianten ist ein Anbau an das bestehende Gebäude der NaturFreunde notwendig. Die im Umlauf befindliche Position „Naturfreunde lehnen Anbau ab“. trifft nicht zu.

Die Erlanger NaturFreunde halten selbstverständlich einen Anbau für erforderlich; wir haben in der MV im März lediglich abgelehnt, für den Anbau Flächen aus ihrem Erbpachtgelände abzugeben. Hierzu hat die Stadt ER inzwischen einen Weg aufgezeigt, den wir in unseren Gremien noch zu beraten haben. Dafür danken wir.

 

Wir haben in unserer MV im März auch über das seit Ende 2016 sich abzeichnende Kooperationsangebot des ASB (erneut Verweis auf Goldenstein) beraten und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass wir in unserer Entscheidungsfindung parallel auch die Umsetzungsmöglichkeit des ASB-Vorschlags prüfen wollen.

 

Vorteile:

  • Ganzjahresbetrieb ist wichtig für ASB

  • kommt dem Interesse der NF stärker entgegen als der Saisonbetrieb

  • Festes Raumangebot erweitert auch die Nutzungsoptionen des benachbarten Geländes

  • NF-Projekt „NaturFreunde-Lehrpfad Flusserlebnis“ in Arbeit

  • Stadt spart die Bauinvestition ein

  • Beteiligungstruktur: Bespielung des Geländes/Ganzjahresprogramm im Rahmen einer AG „Freizeit und Kultur an der Wöhrmühle“; Amt für Soziokultur, Kulturamt, NF, ASB, Stadtverbände, SJR, JuPa, Schulen u.a. machen Nutzungsangebote und erarbeiten ein Jahresprogramm.

 

Für diesen Konzeptvorschlag brauchten die Beteiligten keinerlei verwaltungsinterne oder nichtöffentliche STR-Informationen. Es ist ausschließlich entstanden vor dem Hintergrund des jahrelangen Zusammenarbeit zwischen den beiden Vereinen/Verbänden und den allen Bürgerinnen und Bürgern öffentlich zugänglichen städtischen Informationen.

 

Die NF haben 2012/13 ihr Gelände n die Stadt Erlangen verkauft. Für die knapp 11 000 m²

Haben wir 55 000 € erhalten. Das sind 5,50 € pro m². Dem Verkaufspreis zugrunde liegt die Empfehlung des Gutachterausschusses des Stadt Erlangen. Laut Auskunft der Regierung von Mittelfranken ist dies der in Nordbayern übliche Preis für Grundstücke in Landschaftsschutz- und Hochwassergebieten.

 

Auch wenn wir uns nah am Wasser befinden, schwimmen wir mit dieser Einnahme nicht im Geld. Wir arbeiten trotz Schließung von Campingplatz und Gaststätte kontinuierlich am Bauunterhalt und investierten seit 2010 z.B. in neue Fenster, Sanierung der Sanitäranlagen im Übernachtungsbereich, neues Dach im Übernachtungshaus mit Solarthermie); aktuell arbeiten wir an der Sanierung unserer Vereinsräume (Toiletten und Duschen für den Sportbereich und das Vereinsleben, Sanierung und Wärmedämmung der Fußböden und des Daches, Sanierung unserer Gymnastikhalle, Herstellung von Barrierefreiheit). Mittel- und langfristig müssen wir die Sanierung des Bootshauses in den Blick nehmen. Im Vergleich zu den Gesamtkosten sind 55 000 € ein schöner Betrag, aber doch nur ein Bruchteil; leisten können wir das vor allem, weil wir engagierte und fachlich kompetente Mitglieder haben, die in Eigenarbeit einen ganz erheblichen Anteil leisten.

 

Hinzu kommen die Arbeit und die Kosten bei der Geländepflege. Allein die Bearbeitung einer einzigen großen alten Pappel mit Hubbühne kostet zwischen 1000 und 2000 €.

Der Ausbau des EG im Übernachtungshaus ist in diesen Aufgaben bislang nicht enthalten.
Hier ist die Kooperation mit der Stadt oder mit einem Partner aus dem gemeinnützigen Bereich wünschenswert und sinnvoll und daher aus NF-Sicht eine gute Zukunftsperspektive – für den Verein, aber auch für die Stadtgesellschaft.

ASB/Goldenstein:

 

Aktuelle Situation im ASB: 9000 Mitglieder und ein breites ehrenamtliches Engagement von der ASJ bis zum PHD benötigen einen festen Ort als Vereinsheimat in zentraler Lage

(Dienstabende der Ortsgruppen und der weiteren e.a. Gruppen, Erste Hilfe Kurse, Gremiensitzungen, Bildungsmaßnahmen u.a. von ASB und Paritäter)

 

Historie der Idee: Vom Interesse an der Ausschreibung nach Beschluss über das Kulturbiergarten-Konzept über einen Ortstermin zur Weiterentwicklung des Konzeptes

 

Vor dem Hintergrund der Arbeit der letzten Jahre mit Flüchtlingen entwickelte sich die Idee für den Ausbau weiterer Tätigkeitsfelder, für die die Einrichtung einer kombinierten Convenience-/Cateringküche erforderlich ist (Ausbau „Essen auf Rädern“, Catering für Einrichtungen, Schulen, Veranstaltungen = auch Arbeitsplatzsicherung)

 

Im Rahmen eines anzjähriges Gastroangebotes an der Wöhrmühle kann auch ein Biergartenangebot im Sommer organisiert werden.

 

Der Ganzjahresbetrieb mit Gastronomieangebot zusammen mit dem Bau eines großen Raumes (teilbar in zwei kleinere) ermöglicht z.B.

„Mittagstisch für Senioren“ (u.a. auf „Rädern zum Essen“) Angebote zur Förderung der Geselligkeit (= ganz praktische Reaktion auf die Anforderungen einer älter werdenden Gesellschaft)

Kinderferienbetreuung, Betreuungsangebote an Samstagen

Bereitstellung eines Spielepools zur Freizeitgestaltung auf dem städtischen Gelände

Nutzung durch Schulklassen und Jugendgruppen (Umweltpädagogik u.a.; Aktivitäten auch bei schlechtem Wetter möglich durch Raumoption)

Feste für Familien, Betriebsgruppen

Raumnutzung durch Vereine z.B. für Versammlungen und Weihnachtsfeiern

 

Der ASB finanziert den Aus-und Erweiterungsbau; die Stadt kann finanziellen Einsatz einsparen